Vainglory: Die Erfolgreichsten - Team Secret im Interview

01.04.2016 - 13:11

Wir waren in Zusammenarbeit mit dem Entwicklerstudio Super Evil Megacorp live beim EU Winter Final der mobilen MOBA Vainglory vor Ort und konnten nicht nur das Geschehen dort beobachten, sondern durften einige Interviews führen. Den Anfang machen die mittlerweile zweifachen Champions von Team Secret. Unser Interview.

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Geschrieben von Pierre Magel Das PlayNation.de Team

Während des Turnieres

Zum Ende des ersten Turniertages standet ihr kurz vor dem Ausscheiden. Wie wichtig ist es, diese "Katastrophe" abwenden zu können?

Der Sieg, der uns in den nächsten Turniertag gebracht hat, zählt zu den wichtigsten, die wir je in Vainglory errungen haben. Gerade nach der Übernahme unserer Mannschaft von Team Secret wollen wir tolle Ergebnisse liefern. Wir wollen der Organisation zeigen, dass sie mit uns die richtigen Spieler ausgewählt hat und zufrieden in die Zukunft blicken können. Wären wir am ersten Tag direkt ausgeschieden, wären wir super traurig - gerade jetzt. Umso toller, dass wir auch im weiteren Turnierverlauf Team Secret repräsentieren können.

Wie lässt sich Eure Situation im neuen Team vergleichen?

Natürlich ist es eine ganz andere Situation, nun in einer professionellen Organisation zu sein. Vorher waren wir zwar auch ein professionell agierendes Team, hatten aber bei weitem nicht die Möglichkeiten, die wir jetzt besitzen. Dafür sind wir sehr dankbar und wollen, wie bereits gesagt, unser Bestes geben, um die Entscheidung der Organisation rechtfertigen zu können. Es ist ein wichtiger Schritt, dass Vainglory professionelle Teams bekommt, die ein festes Training haben, Geld verdienen und so die Leistungsdichte anheben.

Spürt ihr unter Team Secret mehr Erfolgsdruck? Müsst ihr gewinnen?

Druck bekommen wir von Team Secret keinen auferlegt und auch besagt keine Klausel unseres Vertrages, dass wir gewinnen müssen. Es ist aber unser persönliches Anliegen, Team Secret auf allen Turnieren würdig zu vertreten - man könnte also sagen, dass wir uns selbst einen höheren Druck verschaffen. Das ist aber ganz normal und wird mit der Zeit reine Routine.

Wie funktioniert das, wenn eine Organisation Spieler verpflichten will?

Das Management von Team Secret kam auf uns zu und suchte den Kontakt. Dann begannen die Gespräche und es wurde viel miteinander gesprochen, was die persönlichen und generellen Ambitionen betrifft. Wir kamen schnell auf einen gemeinsamen Nenner und für uns war es eine Ehre, diesen Schritt gehen zu dürfen.

Gab es andere Organisationen, die Euch angefragt haben?

Ja. Tatsächlich wollte Fnatic uns für ihre eigenen Reihen gewinnen. Da stimmte aber schnell die Chemie nicht, sodass wir akzeptieren und erkennen mussten, dass man wohl getrennte Wege gehen sollte. Team Secret wirkte da mehr auf uns zugeschneidert und machte einen persönlicheren Eindruck. Hier fühlen wir uns wohl.

Vergleicht ihr Euch schon mit der Dota-Abteilung von Team Secret?

Noch sind wir lange nicht an diesem Punkt angekommen. Wir sind eine super junge Szene, die viel Zeit braucht, um zu wachsen. Von der reinen Professionalität können wir uns ebenfalls noch eine Scheibe abschneiden, sind aber auf einem guten Weg. Wir lernen zudem sehr viel von unserer großen "Bruderszene" und hoffen, in Zukunft auch mehr Kontakt mit dem Dota-Team haben zu können. Gespräche gab es schon einige Male und auch über ein Trainingslager wird nachgedacht.

Kann Vainglory irgendwann mit Dota 2 mithalten?

Das ist eine schwierige Frage. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall da. Vainglory legt einen fantastischen Start hin und hat schon jetzt großartige Zahlen. Zudem haben so viele Menschen ein Smartphone, dass der Zugang zum Spiel sehr einfach ist. Das kann viele Menschen anlocken - wenn über die Jahre keine Fehler gemacht werden.

Was braucht der mobile eSport für mehr Wachstum?

Vor allem etwas Zeit. Der Markt muss reifen und seine Akzeptanz innerhalb der Szene gewinnen. Viele beäugen mobilen eSport noch sehr skeptisch und "trauen" sich nicht weg von Konsole und PC. Wenn das Umdenken erst einmal passiert ist, und das wird es hoffentlich, dann kann der Markt explodieren. Die Möglichkeiten sind durch die große Verbreitung der Geräte nahezu grenzenlos.

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