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Games - Die schlechtesten Onlinespiele 2014

Von Redaktion - Special vom 28.12.2014 - 17:36 Uhr
Games Screenshot

The Mighty Quest For Epic Loot - Grenzdebiles Facebook-Spiel, statt der versprochenen Epicness

Man kombiniere die Elemente eines klassischen Hack’n’Slay-Titels mit bewährten Tower-Defense Inhalten, füge hübsche, zeitlose Comic-Grafik und eine Prise selbstironischen Humor hinzu und erhält ein völlig neues, abgedrehtes Spielekonzept: The Mighty Quest For Epic Loot. Bereits nach einigen Minuten Spielzeit lässt sich erahnen, wie viel Potenzial in dem kostenlosen Onlinespiel von Ubisoft eigentlich steckt. Der Spieler kämpft sich durch von anderen Spielern erstellten Festungen und stößt dabei auf Gegnerscharen, fiese Fallen und riesige Bosse. Erreicht er innerhalb eines gewissen Zeitrahmens den gegnerischen Thronsaal, so erwartet ihn Gold und vielleicht auch so mancher Ausrüstungsgegenstand. Darüber hinaus muss er seine erworbenen Schätze vor fremden Spielern schützen, indem er seine eigenen Mauern ausbaut und Schutzmechanismen platziert.

Wäre die Darstellung an dieser Stelle bereits zu Ende, so hätte The Mighty Quest For Epic Loot definitiv ein Top-Titel des Jahres 2014 werden können. Ursprung der nun folgend aufgezählten Negativpunkte war die Entscheidung der Ubisoft-Entwickler ein Free2Play-System der alten Schule anzuwenden.

Mit zunehmenden Zeitaufwand erhalten Spieler den vollen Zugang zu allen Inhalten des Spiels. Will man den Vorgang und den stetig zeitaufwendigeren Aufstiegsprozess etwas beschleunigen, so kann man Echtgeld investieren, um so Zugriff auf Gegenstände zu erhalten, superstarke Bossgegner zu rekrutieren oder stundenlange Ausbauprozesse sofort abzuschließen. Spätestens ab Stufe 15 wird TMQFEL allerdings so zeitaufwendig, dass ein Griff ins Portemonnaie unausweichlich scheint. Hinzu kommt noch, dass Ubisoft das Schergen-pro-Bereich-Limit entfernte, sodass die Festungen der meisten Spieler nach dem Konzept „unendlich viele Gegner im letzten Raum“ errichtet wurden. Zudem entfernte man zunehmend Heileffekte, sodass man das Spielgeschehen zusammenfassend als Trial-And-Error-Grinding bezeichnen kann, wobei die erhaltene Beute (falls das viel zu kleine Inventar mal nicht überfüllt sein sollte) alles andere als „epic“ ist. Hinzu kommt, dass Socialfeatures wie Gilden, gemeinsame Schlachtzüge auf Festungen etc. schlichtweg fehlen. Letzten Endes gleicht TMQFEL daher momentan eher einem grenzdebilen Facebook-Spiel, als ein erfolgreicher Spielgenre-Remix zu sein. Schade!

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