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ArcheAge - Ein Besuch auf der Todesinsel - Tagebuch Teil 2

Von Pierre Magel - Blog-Beitrag vom 16.10.2014 - 11:20 Uhr
ArcheAge Screenshot

Der letzte Teil der Reise durch ArcheAge ist schon eine Weile her - was hat sich seitdem verändert und wie geht's dem tapferen Helden? Gemeinsam kämpfen wir uns im zweiten Teil durch wilde Wüsten und müssen feststellen, wie trügerisch eine friedliche Insel sein kann. Überall auf den Kontinenten lauern die Gefahren - oftmals sogar durch andere Spieler. Dafür belohnen wir uns im späteren Verlauf mit dem wunderbaren Blick auf Marianopel, eine riesige Stadt im Herzen des Landes. Anschnallen und festhalten, hier kommt das Tagebuch - der zweite Teil. Viel Spaß!

Verflucht seist du, Open PvP!

Mein letzter Besuch auf der Insel Mirage ist noch nicht allzu lange her, da lockt mich der Inselruf ein weiteres Mal - wie ich später herausfinden sollte, war das ein großer Fehler. Für eine kleinere Quest war es meine Aufgabe, am Strand ein paar Monster zu besiegen. Keine große Sache, sowas erledigt sich meist recht schnell. Nach erfolgreichem Abschluss und dem Blick auf eine leere Questleiste kam mir die Idee, doch einfach mal mein Boot zu schnappen und auf das weite Meer hinaus zu fahren. In ArcheAge ist es schließlich so, dass nicht mitten im wildesten Gewässer eine Alphawand auftaucht, die das Abenteuer abrupt beendet - in ArcheAge kann man so ziemlich jeden Fleck von überall aus bereisen. So platzierte ich meine Nussschale, die ich liebevoll "Kenterkutter" nenne, im Wasser und machte mich ziellos auf. "Irgendetwas Tolles wird schon passieren", dachte ich mir. Und tatsächlich erkannte ich nach einigen Minuten am Horizont den Umriss einer Insel, auf der einige Ruinen zu sein schienen. Ich fasste mir ein Herz und erklärte das entdeckte Land zum Reiseziel. Nach einigen kräftigen Ruderschlägen war ich dann auch angekommen, erklomm mit meinem Gleiter die Mauern und verschaffte mir einen Überblick. Doch was war das?! Beim Klabautermann (wer auf einem Boot eine einsame Insel entdeckt, gilt amtlich als Pirat und muss dann natürlich die Sprache der Freibeuter beherrschen!), ich war nicht alleine! Dort stand ein einsamer Spieler mutterseelenallein und rührte sich nicht vom Fleck. Neugierig sprang ich zu ihm - keine Regung. Als ich mich gerade wieder von der Insel begeben wollte, ließen mich erneute Geräusche innehalten.

Ich drehte meinen Charakter um und sah, wie sich ein gigantisches Schiff bereits direkt vor der Insel befand. Zwei Spieler, beide Level 50, sprangen auf das Stückchen Insel und rannten auf uns zu. Mein Level 24 Charakter stellte sich schützend vor den inaktiven Charakter, verfluchte die zwei Angreifer und mittels einiger mächtiger Zauberskills und Superattacken verjagte er gekonnt die bösartigen Piraten! Zumindest würde ich euch das gerne so erzählen wollen. In der Realität rannte ich natürlich um mein Leben, wurde von den Highlevel-Spielern allerdings mächtig umgehauen und war sofort mausetot. Mein erstes PvP also und ich habe es nicht mal geschafft, auch nur eine Attacke zu landen - toll! Vom unfairen Kräfteverhältnis allerdings einmal abgesehen, war das Erlebnis wirklich cool. Man fährt ziellos durch das Meer, entdeckt eine verlassene Insel und wird dann von anderen Spielern auf anderen Booten angegriffen - hätte ich gegenhalten können oder wäre mit meiner Gilde dort gewesen, hätten wir vielleicht gewonnen und das Schiff als Trophäe behalten können. Das ist so toll an einer Sandbox, dort ergeben sich Spielinhalte und Beschäftigungsmöglichkeiten von alleine. Das nächste Mal kriege ich die Schweinehunde!

Die Sacred-Wüste

Da ich erst einmal genug von wilden Abenteuern hatte, widmete ich mich wieder den normalen Quests und der Erfüllung der Hauptstory. Diese schickte mich von den dauergrünen Feldern und den hohen Bergen in ein völlig anderes Gebiet. welches statt sattem Gras nichts Anderes als trockenen Staub und über dem Himmel kreisende Geier kannte. Überall waren Felsformationen zu entdecken, die ich alle mit meinem Gleiter erreichen wollte - schließlich gibt es für bestimmte Anhöhen ein Achievement, wenn man diese erfolgreich erklimmen kann. Insgesamt war dieses Gebiet zwar definitiv trostloser, was die Vegetation angeht, dennoch hat auch die Wüste in ArcheAge ihren Reiz. Besondere Nostalgie entfachte in mir, als ich gegen Trolle und Orks kämpfen musste - wer noch Sacred 1 kennt, der erinnert sich bestimmt an das Wüstengebiet, in dem ebenfalls die Orks die Mehrzahl der Feinde bildeten. Ist natürlich nur eine Kleinigkeit und von den Entwicklern bestimmt nicht beabsichtigt, weckte in mir aber trotzdem vertraute Gefühle und schöne Erinnerungen. Weniger vertraut und noch viel weniger schön war, dass die Vielzahl an Gegnern in einigen Gebieten der Wüste so unglücklich für mich verteilt war, dass ich einige Male starb - bisher kam das so gut wie nie vor. Generell fällt mir aktuell auf, dass der Schwierigkeitsgrad deutlich ansteigt und man nicht immer ganz entspannt durch die Kämpfe kommt.

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