PlayNation Artikel Sword Art Online

Sword Art Online - Ein Anime für MMO-Fans

Von Christian Liebert - Special vom 28.03.2014 - 14:00 Uhr
Sword Art Online Screenshot

Huch, ein Anime bei playMASSIVE – was ist denn hier los? Keine Angst, wir haben nicht unsere Ausrichtung geändert, aber mit Sword Art Online eine Serie vorliegen, die ziemlich gut in unser Schema passt. Im Japan der Zukunft sorgt ein Online-Rollenspiel für Aufsehen: Sword Art Online. Das Besondere: Das MMO spielt man nicht mit Tastatur und Maus, sondern mit einem Virtual-Reality-Headset. So dringt der Junge Kirito begeistert in diese Welt ein und freut sich auf ein paar schöne Stunden. Es gibt nur ein Problem: Die Logout-Funktion fehlt. Schnell stellt die 10.000-Zocker starke Spielerschaft fest, dass dieses Onlinespiel mehr als nur Spaß ist. In Japan ist die Serie bereits ein Erfolg und auch hierzulande kommen Anime-Fans dank Peppermint in den Genuss der 25 Episoden. Wir haben uns Sword Art Online angesehen und sind der Meinung: „Ein Muss für jeden Anime- und MMO-Fan“.

Willkommen in Aincard

Der Erste in einem neuen Hype-MMO sein, diese Freude gibt es nicht nur heute, sondern auch im Japan der Zukunft. Allerdings ist man dort schon längst einen Schritt weiter und will Onlinespiele nicht nur zocken, sondern auch hautnah erleben. Möglich wird dies durch das sogenannte NervGear, einem VR-Headset, das seinen Träger komplett in die virtuelle Realität portiert. Eine coole Erfindung - gäbe es da nicht einen kleinen Haken. Als der Junge Kazuto, der sich im Spiel Kirito nennt, seine ersten Runden dreht und dabei seinen späteren Freund Klein kennenlernt, stellen die beiden fest, dass man sich nicht mehr aus dem Spiel ausloggen kann. Zuerst halten sie es für einen Bug, aber schon kurze Zeit später erscheint der Entwickler des Spiels und überbringt ihnen die Hiobsbotschaft, dass keiner der aktuell 10.000 Spieler zurück in die echte Welt kann, bis der Boss in der 100. Ebene des MMOs besiegt wurde. Eine unschaffbare Aufgabe.

Damit aber noch nicht genug, denn der Erfinder, Akihiko Kayaba, offenbart eine geheime Funktion des NervGear: Wer im Spiel stirbt, der gibt auch im echten Leben den Löffel ab. Ebenso werden alle Spieler getötet, die von außen vom VR-Headset getrennt werden. So realisieren die Zocker schmerzlich, dass sie alle im Spiel gefangen sind, bis die heroische Aufgabe gelöst wurde.

Sword Art Online - Teaser from peppermint anime on Vimeo.

 

Ein Anti-Held wird geboren

Hauptcharakter der Handlung bleibt Kirito, der sich als Einzelgänger durchschlägt. Da er selbst Beta-Tester war und daher über einiges Mehrwissen verfügt, kommt er schnell und gut in der digitalen Welt zurecht, in der an jeder Ecke gefahren lauern. Auf seiner Reise, die einige Jahre dauert, lernt er dabei immer wieder verschiedene Personen kennen. Allen voran das Mädchen Asuna, die zwar anfangs keine Ahnung von MMORPGs hat, sich aber schnell zu einem wichtigen Mitglied einer Elitegilde entwickelt. Kirito selbst hat starke Probleme damit Bindungen zu anderen Spielern einzugehen und zieht zu Beginn konsequent das Leben als einsamer Wolf durch. Ein Grund dafür ist der Hass vieler Spieler auf die Beta-Tester, die ihrer Meinung nach von den Problemen hätten wissen sollen und vor lauter Verzweiflung Opfer vielen Hasses werden.

Generell dreht sich ein Großteil der Serie um die Gesichtspunkte des Zusammenspiels. Obwohl sich alle Spieler ihrer Sterblichkeit bewusst sind, gibt es einige, die sich zu Banditen entwickeln und ohne Reue ihre Mitspieler töten. Ebenso entwickeln sich politische Hierarchien, vor allem in den Reihen der großen Gilden, die als Speerspitze die Dungeons durchforsten und sich Ebene für Ebene nach oben kämpfen. Der Tod spielt eine zentrale Rolle, denn mehr als einmal muss Kirito den Verlust von Mitspielern spüren, als zum Beispiel seine Gilde in einem Dungeon ausgelöscht wird oder er mit ansieht, wie Spieler Selbstmord begehen, da sie der Umstand der Gefangenschaft psychisch fertigmacht. Dafür lernt er aber auch Gefühle wie Freundschaft oder Liebe kennen.

Kirito ist der perfekte Anti-Held, der ohne es zu wollen eine wichtige Figur im virtuellen Leben vieler Mitspieler wird. Er verfügt sogar über einen einzigartiken Skill. Seine zurückhaltende Art, geparrt mit den anfänglichen Unwillen sich zu binden, machen den Protagonisten schnell sympathisch. Die anderen Charaktere haben oft nur kurze Auftritte und bleiben daher Hölzern. Nur Asuna und Klein haben so etwas wie eine Persönlichkeit. Das ist auf Dauer etwas schade, bei einer kurzen Serie aber auch keine Seltenheit.

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

News zu Xbox Game Pass

LESE JETZTXbox Game Pass - Rise of the Tomb Raider ist einer der Neuzugänge