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Damned - Klasse Horror-Atmosphäre im CoOp

Von Christian Liebert - Test vom 10.10.2013 - 13:02 Uhr
Damned Screenshot

Wie man ein Genre so richtig ausbluten lassen kann, sehen wir derzeit zur Genüge, wenn wir einen Blick auf die Neuerscheinungen im Bereich Indie-Games werfen. Jeden Monat erscheinen hier frische Schocker, die allesamt auf demselben Prinzip aufbauen: dunkle Räume, unfreundliche Atmosphäre und die beliebten Jumpscares (plötzlich auftauchende Schockeinlagen). Langsam wird es Zeit für eine Weiterentwicklung und Damned könnte eben genau diese werden. Das neue Onlinespiel von 9heads Game Studios befindet sich derzeit in der Alpha und verbindet zwei grundlegende Elemente: Horror und kooperativen Multiplayer. Klingt auf den ersten Blick nach einem Left-4-Dead-Klon? Weit gefehlt!

Wie in einem echten Horrorfilm

Stellt euch mal vor, ihr würdet zusammen mit Freunden in einer unwirklichen Umgebung aufwachen. Alles ist dunkel und gemein. Der Ausgang entpuppt sich als offensichtlich versperrt und ein fieses Monster nimmt langsam Witterung auf. Um diese Vorhölle trotzdem überleben zu können, müsst ihr euch gemeinsam auf die Suche nach einem Ausweg machen und dabei so manches Rätsel lösen. Immer die Gefahr im Nacken, dass jeder Schritt euer letzter sein könnte. Damned eröffnet euch ein Szenario, das glatt einem echten Horrorfilm entsprungen sein könnte und lässt euch einen eben solchen auch durchspielen. Findet ihr es nicht auch immer Quatsch, wenn die Helden im Film vorschlagen sich aufzuteilen oder alleine in den tiefen Keller gehen? Normalerweise weiß man da sofort, dass einer von den weniger wichtigen Charakteren genau deswegen sein Ende finden wird. Es ist aber genau diese Vorgehensweise, die ihr in Damned benötigt und die dieses Spiel so unheimlich interessant macht.

Damned ist ein Multiplayer-Titel, den ihr nur online im CoOp zocken könnt. Dabei bieten die Server, die von den Spielern selbst erstellt werden, Platz für insgesamt fünf Personen. Gleich hier sehen wir die erste Besonderheit, denn ein Spieler muss die Rolle des Monsters übernehmen.

Die Natur des Bösen

Während die vier Überlebenden sich langsam durch die sehr atmosphärische Umgebung schleichen, muss das Monster überall Fallen vorbereiten. Dies geht mit allerhand Gegenständen wie Uhren, Heizungen, Lampen und sogar mit dem Klavier. Kommt ein unvorsichtiger Spieler einer dieser Traps zu nahe, erschrickt er sich nicht nur fast zu Tode, sondern macht auch auf sich aufmerksam. Als Monster kann man im Geistmodus zwar problemlos durch alle Türen schweben, dafür sieht man die Überlebenden nicht – sonst wäre das Spiel auch zu einfach. Für 30 Sekunden ist es möglich in eine physische Form zu wechseln und seine Opfer zu erwischen, auf dass sie dann mit einem lauten Todesschrei aus dem Leben scheiden. Ist die Zeit um, verwandelt man sich wieder zurück und es dauert erneut eine halbe Minute, bis man wieder töten kann. Das Problem dabei: In der physischen Form kann man keine verschlossenen Türen passieren. Auch die Bewegung ist auf ein gemütliches Laufen reduziert, während die Überlebenden Fersengeld geben. Daher sollte man sich seiner Sache schon wirklich sicher sein und muss ein gutes Gespür an den Tag legen. Ein Punkt, der Damned sehr interessant macht.

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