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Allgemein - Das war die E3 2013 für MMO-Fans

Von Christian Liebert - Special vom 16.06.2013 - 14:31 Uhr
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Die E3 ist vorbei, der Trubel in Los Angeles hat ein Ende und auch in diesem Jahr müssen wir leider feststellen, dass die weltgrößte Spielemesse für Online-Rollenspieler oder Fans anderer Onlinegames leider weniger ertragreich ist als für Konsoleros und Solospieler. Schade eigentlich, doch ein paar Sterne gab es ja doch noch am großen E3-Firmament, die auch für unsere Leser interessant sind. Vor allem die Möglichkeiten der neuen Konsolen PlayStation 4 und Xbox One dürften in Zukunft auch für Onlinespieler immer wichtiger werden. In unserer kurzen Zusammenfassung verraten wir euch, was PlayMASSIVE-Leser verpasst haben, wenn sie nicht in Kalifornien waren.

Kein Platz für MMOs?

Jedes Jahr dasselbe Theater. Publisher stellen ihre neuen Games vor, zeigen monumentale Trailer und versprechen Innovationen, wo oft keine sind. Egal ob Action-Adventure, Ego-Shooter, Indie oder Rollenspiel – alle Genres sind vertreten. Wirklich alle? Nein, da ist ein kleines Dorf in Videospiel-Gallien, das zwar mächtig, aber medial nicht so präsent ist: Onlinegames und allen voran die MMOs. Obwohl laut alljährlichen Berichten und Analysen dieses Segment der Spielebranche immer weiter wächst und eigentlich gar nicht mehr so klein ist – wir blenden an dieser Stelle einfach aus, dass jede Woche mindestens ein bekanntes Game über die Wupper fliegt - konzentriert sich auf der E3 alles auf die Mainstreambereiche und lässt die MMO-Randgruppe ein bisschen Außen vor. Dies möchte man zumindest meinen, aber dem ist natürlich nicht so. Onlinegames sind schon präsent auf der Messe, sie finden nur auf den öffentlich wirksamen Pressekonferenzen keinen Platz. In den Hallen der E3 selbst sind sie anzutreffen und laden Hunderttausende Besucher zum Bestaunen ein. Die Neuerung schlechthin dieses Jahr ist auf alle Fälle das Interesse der neuen Konsolen-Generation an diesem Segment, was einige Portierungs-Ankündigungen mit sich brachte.

Sony enthüllt die Portierung von Elder Scrolls Online für die PlayStation 4 und gibt damit als erster bekannt, dass das MMORPG auch auf Konsolen erscheinen wird.

Die Zukunft spricht konsolerisch.

Dass während der Pressekonferenzen gar keine MMOs gezeigt wurden, stimmt natürlich nicht. Sony ließ sogar die Bombe platzen und enthüllte die Portierung von Elder Scrolls Online für PlayStation 4 und Microsoft bestätigte die Xbox-One-Fassung. ESO ist damit das erste Online-Rollenspiel, welches auf allen neuen Plattformen erscheinen wird. Alleine steht der Hit-Anwärter damit aber nicht, denn auch Final Fantasy XIV, DC Universe Online, PlanetSide 2, Warframe und Blacklight: Retribution steuern die neuen Märkte an. Warum? Weil die Zeit dafür einfach reif ist. Jahrelang waren massive Onlinegefechte nur den PC-Usern vorenthalten. Das war vor allem eine technische Frage, da ältere Konsolen nicht wirklich mit dem Rechenknecht mithalten konnten. Da der Onlinemarkt aber seit über zehn Jahren kontinuierlich am Wachsen ist und sich schon lange nicht mehr nur mit Multiplayer-Features diverser Solospiele zufriedengibt, scheint die neue Laufrichtung in Zukunft auf alle Fälle gen Internet zu gehen. Das ist natürlich nicht neu, immerhin gab es jüngst mit DUST 514 auf der PlayStation 3 erste Versuche, solche Konzepte auch auf Konsolen zu verwirklichen. Mit durchwachsenem Erfolg, leider. Ob das nun mit der neuen Generation anders wird, bleibt abzuwarten und zu erhoffen. Abseits dessen existieren mit Games wie den Ubisoft-Neuankündigungen The Division oder The Crew innovative Konzepte, welche die Vorzüge von Sologames mit MMO-ähnlichen Online-Features verbinden. Die Zukunft spricht also konsolerisch, in allen Bereichen. Mit der neuen Generation wird der PC als Spieleplattform erneut infrage gestellt. Waren Online-Rollenspiele früher auf Konsolen nicht denkbar und floppten bei ersten Anläufen, könnte sich die Situation mit der neuen Generation drastisch verändern.

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