PlayNation Artikel The Evil Within

The Evil Within - Neustart des Survival-Horrors?

Von Christian Liebert - Vorschau vom 28.05.2013 - 16:14 Uhr
The Evil Within Screenshot

Überleben ist alles, was zählt

Da über die Hintergrundgeschichte von The Evil Within bisher nur wenig bekannt ist und Bethesda es dabei auch belassen will, wirft man uns ohne Vorwarnung ins kalte Wasser. Dabei sieht anfangs noch alles nach einem Routineeinsatz aus: Detective Sebastian und sein Team werden in eine Heilanstalt für psychisch Kranke gerufen und machen sich in finsterer Nacht auf, die Gemäuer des weitläufigen Hauses zu erkunden. Dabei erwartet uns gleich zu Beginn ein Bild der Verwüstung. Schon hier kommen Gruselfans voll auf ihre Kosten, denn die ganze Umgebung wirkt wunderbar verfallen, dreckig, rostig und einfach nur abstoßend. Die id Tech 5 Engine, welche uns hier in einem aufpolierten Gewand beglückt, macht schon mal sehr gute Arbeit. Licht und Schatten funktionieren super miteinander, auch die Details und der erste grafische Eindruck überzeugen, was eine gute Atmosphäre aufkommen lässt. Ein Blick auf die Monitore der Überwachungskamera gibt einen ersten Einblick in die Geschehnisse: Unser Protagonist muss mit ansehen, wie eine geisterhafte Gestalt mehrere Personen blitzschnell vom Leben trennt. Einfach so. Viel Zeit, das eben Gesehene zu verarbeiten, bleibt uns nicht. Schnitt. Wir hängen kopfüber von der Decke herab und sind offensichtlich gefesselt. Um uns herum der pure Albtraum. Wir sind nämlich nicht allein. Der ganze Raum ist mit Menschen behangen, von denen einige schon ein weit fortgeschrittenes Stadium der Verwesung erreicht haben. Überall klebt Blut auf rostigem, schmutzigem Grund. Keine Szene, die man im echten Leben jemals nacherleben möchte.

Ein großer Mann betritt den Raum. Auch er entspricht allen Klischees modernen Horrors: groß, blutverschmierter Oberkörper und ein Jutesack über dem Gesicht. Dieser Herr führt wohl nichts Gutes im Schilde. Mit einem großen Messer sticht er immer wieder auf einen der hängenden Körper ein. Der Arme schien noch zu leben. Jetzt nicht mehr. Wir können uns befreien und schleichen dem Henker nach, bis dieser einen anderen Körper, welcher einige Räume weiter auf einem Tisch liegt, mit seiner Motorsäge bearbeitet. Ein perfides Bild grausamer Perversion eröffnet sich uns. Durch eine Luke in der Decke gelangt schon das nächste Opfer in dieses Gefängnis der Qualen. Dann bemerkt uns der Große und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, bei der er uns mit der Säge sogar am Bein verletzt. Auf unserer Flucht verstecken wir uns in einem alten Spint, der nur ein kleines Sichtfenster in den dazugehörigen Raum zulässt, in dem unser Vollstrecker gerade die Säge schwingt und wir jede Sekunde damit rechnen, entdeckt zu werden.

Klasse, das ist genau das, was wir sehen wollten und worauf wir uns gefreut haben: echter Nervenkitzel. Die Hetzjagd mit dem Kettensägen-Schlechter war verdammt gut inszeniert und hatte einige Stellen, die selbst im groß angelegten Vorführraum noch unter die Haut gingen. Beim Blick aus dem Spint rechneten wir jede Sekunde damit, dass seine Säge uns ins Gesicht rauscht und Sebastians Dasein beendet. Einzige Bedenken, die wir haben: Wie viel geskriptete Realität steckt dahinter? Gibt es alternative Vorgehensweisen oder schickt uns das Spiel auf einen linearen Staffellauf, bei dem die richtige Taste zur richtigen Zeit ausreicht?

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