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Triple A: Antwort an Alle - Ausgabe Nummer 1

Von Redaktion - Special vom 20.01.2013 - 16:54 Uhr
Triple A: Antwort an Alle Screenshot

Die erste Ausgabe von Triple A ist da! Damit steht uns allen ein ganz besonderer Artikel bevor, denn er lebt von Euren Fragen und Interessen. Dabei waren wir überrascht, wie vielseitig Eure Anliegen sind und so reicht das Angebot an Antworten von kommenden Online-Rollenspielen, über Ingame-Wirtschaften bis hin zu Games, die man gerne auf seinem eigenen PC sehen würde, welche aber bislang keine Ankündigung fanden. Wir wünschen Euch viel Spaß mit Eurem Community-Format und freuen uns auf weitere Einsendungen.

Wie kann ich meine Frage an das Team von playMASSIVE.de wenden?

Triple A ist mit Ausgabe Nummer 1 da.

Wir beantworten Eure Fragen zu den verschiedensten Bereichen des MMO-Marktes - und das völlig unabhängig davon, ob es sich um MMOFPS, MMORTS, MMORPG, MOBA oder sonstige Sub-Kategorien des Genres handelt. Schicke Deine Fragen zu Releasedates, Beta-Anmeldungen, Gameplay-Features, MMO-Besonderheiten, technischen Problemen oder sonstigen Unklarheiten unproblematisch mit dem Betreff Triple A und dem Inhalt Deiner Frage an redaktion@playmassive.de - und vielleicht ist Deine Frage in einer der kommenden Ausgaben unter den von der Redaktion beantworteten Einsendungen.

André fragt: Meine Frage beschäftigt sich mit Diablo 3, genauer gesagt mit den Kosten der Items im Auktionshaus. [...] Je älter das Spiel wurde, desto höher wurden die Preise in diesem, sodass man als 0-8-15 Spieler, der nicht 24/7 am Zocken ist, sich kaum gutes Equip leisten kann. Wie kann es zu solch utopischen Preisen kommen? Selbst wenn die teuren Items immer mehr werden, scheint der Preis nur noch weiter zu steigen.

Von diesem Phänomen ist sicherlich nicht Diablo 3 als Sonderfall betroffen, weswegen wir die Frage gerne zunächst allgemein im Bezug auf MMO-Auktionshäuser insgesamt beantworten möchten. Generell gilt natürlich auch in virtuellen Welten das einfache Marktgesetz: Mit steigendem Angebot und gleichbleibender Nachfrage sinken die Preise. Allerdings ist es aus verschiedenen Gründen möglich, dass es in Spielen zu gegensätzlichen Entwicklungen kommt. Die Ursache lässt sich dabei nicht auf einen Faktor begrenzen.

Während ihrer Abenteuer fallen den Spielern von Diablo 3 viele Gegenstände zu.

Zunächst sind es in Online-Games die Spieler, die die Preise festsetzen. Sie finden ihre angebotenen Gegenstände im Laufe ihrer Abenteuer in der Spielwelt. Das führt zu einem bedeutenden Unterschied im Vergleich zur Situation in der echten Welt: Der Erhalt des Gegenstandes ist nämlich mit keinen Kosten verbunden. Dadurch ergibt sich nicht der Zwang, diese decken zu müssen und die Anbieter müssen ihren Gegenstand nicht verkaufen. Das heißt, durch den Verkauf erhalten sie lediglich einen Vor- und keinen Nachteil. Da die Auktionshäuser für den Verkauf nur geringe Gebühren einfordern, wenn überhaupt, ist auch hier der Kostenfaktor gering. Einige Spieler beginnen nun darauf zu spekulieren, dass ihr Gegenstand ihnen wohlmöglich auch zu einem hohen Preis abgenommen wird. Sollte dies nicht der Fall sein, ist dies nicht mit einem Verlust verbunden. Während sich das Angebot so im Auktionshaus befindet, besteht die Chance, dass sich andere Spieler an diesem Preis orientieren und ebenfalls einen hohen Gewinn wittern. Insbesondere ist dies der Fall, wenn es einem schwer fällt, den Gegenstandswert zu bemessen.  

Einige Spieler treiben in Onlinespielen die Preise bewusst in die Höhe.

Dies ist allerdings erst die halbe Miete der Begründung. In Online-Universen ebenso weit verbreitet ist das Phänomen der Inflation – und dieser Effekt überwiegt wohl die oben beschriebene Ursache. In MMOs und auch Diablo 3 wächst die sich im Umlauf befindliche Geldmenge stetig, da durch Monster Gegenstände kostenfrei ins eigene Inventar wandern. Diese können bei NPC-Händlern verkauft werden, wodurch Geld in Umlauf kommt, denn das Budget dieser Händler ist nicht begrenzt, stattdessen „drucken“ sie quasi Geld. Der Nebeneffekt: Das sich bisher im Umlauf befindliche Geld verliert an Wert. Eine Goldmünze ist weniger wert, als sie es vorher war. Dadurch, dass die meisten Spieler sich von ihrem Geldvermögen nicht unbedingt viel bei NPCs kaufen, verlässt auch weniger Geld den Kreislauf, als in ihn fließt. Hat sich das Ersparte in den Inventaren gesammelt, sieht der Verkäufer davon ab, den gleichen Betrag wie in der Vergangenheit einzufordern, sofern der Gegenstand nach wie vor begehrt wird. Denn der Verkäufer weiß auch: „Ich bin nicht der Einzige, dessen Geldvermögen gewachsen ist“. Spielt man angesichts dieser Tatsache weitaus weniger als der Rest der Community, so wächst das eigene Vermögen langsamer und die Gegenstände werden relativ teurer.

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