PlayNation Artikel RIFT

RIFT - Producer Gershowitz im Interview über RIFT 1.8, die Konkurrenz und Zukunft

Von Thomas Wallus - Interview vom 12.04.2012 - 14:09 Uhr
RIFT Screenshot

RIFT braucht sich nicht zu verstecken – so der Eindruck, der uns während unseres Besuchs bei Trion Worlds bewusst vermittelt wird. Dafür, dass dieser Gedanke mehr als eine Floskel ist und auch im Handeln der Entwickler zu tragen kommt, sorgt mitunter hauptsächlich auch Adam Gershowitz, Senior Producer des Online-Rollenspiels, der sich in unserem Interview ausführlich den Fragen über die neuesten Inhalte, die Zukunft von RIFT und sogar über Guild Wars 2 widmete und dabei auch einige Einblicke hinter die Kulissen gewährt. Vor dem Lesen des Interviews empfehlen wir zudem auch einen Blick auf unsere ausführliche Vorschau auf das Update 1.8, das euch Infos liefert, die über das im Gespräch mit Adam Besprochene hinaus gehen.

Hallo Adam, zunächst ist es für uns natürlich interessant, einen Einblick hinter die Kulissen zu gewinnen, denn sicherlich sind die Abläufe während der Entwicklung derart vieler Updates durchaus interessant. Wie läuft unter diesen Bedingungen die Kommunikation bei Trion ab?

Wir glauben, dass es bei MMORPGs und insbesondere Titeln mit Gebührenmodell immer auch darum geht, den Spielern neue Inhalte zu bieten. Schließlich sind die Nutzer besonders wichtig für ein Online-Rollenspiel und uns, denn sie sind diejenigen, die Tag für Tag wieder in die Spielwelt zurückkehren. Viele unserer Entwickler sind ebenfalls als Spieler in Telara unterwegs und Teil der Spielwelt, aber letztlich entscheidet natürlich das Feedback der Spielergemeinschaft. Zwar haben wir zweifellos eine Idee davon, in welche Richtung wir RIFT entwickeln möchten, aber jeder einzelne Patch stellt uns auch die Frage, ob die zuvor veröffentlichten Inhalte von den Spielern gut aufgenommen wurden, gemocht werden und ob sie womöglich etwas ganz anderes in RIFT suchen.

Producer Adam Gershowitz, hier links im Bild, stellte sich bei unserem Besuch in Redwood City, Kalifornien, den Fragen unserer Redaktion.

Während eines typischen Tags hier im Büro gibt es also Inhalte, an denen wir allgemein gerade arbeiten, die wir aktiv in Zusammenarbeit mit den Spielern testen. Wir planen auch unseren nächsten Patch und lesen in den Foren, ehe wir dann im Meeting verschiedene Themen behandeln. Wir haben natürlich verschiedene Arten von Spielern in RIFT, seien es PvE-Spieler, Gilden-Mitglieder, Rollenspieler oder PvP-Spieler - und für jede dieser Gruppen haben wir eine Liste von Zielen und Features, die stark nachgefragt werden und welche wir umsetzen möchten. Jedes Mal, wenn wir einen Patch veröffentlichen, greifen wir diese Liste wieder auf, sagen: „Im letzten Patch hatten wir Hochzeiten für Rollenspieler, das war das Top-Thema der Liste. Lasst uns in diesem Patch daher den Fokus auf Raids legen.“. Wir greifen also nach und nach Punkte dieser Liste auf und selbstverständlich verändern sich diese auch mit der Zeit.

Letzten Endes versucht Ihr also alle verschiedenen Spielerbedürfnisse zu befriedigen? Denn wirft man beispielsweise einen Blick auf Update 1.8, so entsteht erneut der Eindruck, RIFT sei ausschließlich etwas für PvE-Spieler?

Richtig, in 1.7 lag der Fokus auf dem Karneval mit den verschiedenen Spielen und Hochzeiten. Es ging nicht um Neuerungen, die das Töten von Monstern oder anderen Spielern betreffen. Mittlerweile sind aber sieben Monate seit der Veröffentlichung unseres letzten großen Schlachtzugs vergangen. Genau diesen Gedanken greift Patch 1.8 auf, hier wollen wir wirklich Nachschub liefern. Spricht man wiederum über Patch 1.9 und 1.10, so dreht sich alles wieder um andere große Themen, unter anderem auch um PvP, wo wir  mit einem Eroberungs-Feature an neuen PvP-Inhalten arbeiten.

Die erfolgreichen Anstrengungen der Spieler im neuesten Raid werden auch in Zukunft mit neuen Ausrüstungsgegenständen belohnt.

Ehe es dazu kommt, folgt in 1.8 zunächst der bisher schwierigste Raid in RIFT. Sicherlich gibt es hier erwartungsgemäß auch wieder neue Ausrüstungsgegenstände?

Ja, ein neuer Raid mit neuem Schwierigkeitsgrad führt natürlich zu einer neuen Stufe von Ausrüstungsgegenständen. Die große Mehrheit hiervon wird sich im Schlachtzug selbst finden lassen. Aber es gibt auch neue Möglichkeiten für noch bessere Gegenstände im Handwerk. Manche der Materialien kommen aus dem Höllendämmerung-Schachtzug selbst, aber es gibt eben auch ganze Ausrüstungsteile zu entdecken. Dabei sind die Materialien aus dem Raid und die aus ihnen erstellten Gegenstände beispielsweise im Auktionshaus handelbar. Es wird also Raider geben, die ihre Materialien an andere Spieler verkaufen und es wird Handwerker geben, die zwar die Rezepte besitzen, aber denen die Materialien fehlen und diese deshalb von den Raidern beziehen. Für uns ist es ein kleines Experiment zu beobachten, ob dieser Gedanke funktioniert und die Idee, über die Raid-Ausrüstung auch andere Spielergruppen anzusprechen, bei den Spielern ankommt. In den nächsten Patches folgen dann weitere PvP-Sets als auch Belohnungen aus dynamischen Ereignissen. Wir beginnen also mit den Raids und fügen dann nach und nach mehr Ausrüstung in RIFT ein.

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

News zu Netflix

LESE JETZTNetflix - Die neuen Serien und Filme im Mai