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playMASSIVE Kommentar - Ausgabe #2: Server aus! Geht das?

Von Redaktion - Kolumne vom 17.05.2011 - 17:06 Uhr
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Ein Blick in die Vergangenheit: August 2008: Das PvP-MMO Fury schaltet die Server nach 10 Monaten ab. Februar 2009: Richard Garriots hoffnungsloser Hoffnungsträger schließt seine Pforten 16 Monate nach Veröffentlichung.  September 2010:  Nach nicht einmal 3 Monaten sind die Pleite und das Ende von APB beschlossene Sache.  Mai 2011:  NCsoft bereitet die User auf das Ende der Lineage West-Server vor. Bei all diesen Titeln handelt es sich übrigens um kostenpflichtige Games, für welche zudem  Ausgaben für die Anschaffung einzuplanen waren. Blickt man in die Zukunft: ...  So lassen wir's lieber. Server an, Geld rein, Server zu, Bye Bye. Geht das? Thomas „Valkuro" Wallus kommentiert.

Wie diese Einleitung anhand einiger Spiele zeigt, ist das Schließen von Servern mittlerweile offensichtlich zu einer Art jährlich wiederkehrendem Ritual geworden, das auch sorgsam wie ein neugeborenes Baby gepflegt wird. Besonders in diesen Wochen darf sich da folgender Vergleich anbringen lassen. Denn irgendwie ist das alles wie mit dem Eurovision Song Contest. Er findet immer  wieder statt - nur der Veranstalter, der ist immer ein anderer. In seltensten Fällen trägt ein Land die Veranstaltung auch öfters aus. Das könnten dann beispielsweise die Fälle Lineage und Tabula Rasa sein.

Doch so oft man dieses Phänomen, das schon gar keines mehr ist, beobachtet: Die Frage, ob die Serverschließungen rechtens sind, bleibt. Spricht man von rechtlich abgesichert, so ist dies im Grunde durch die abgeschlossenen AGB oftmals kein Problem, das eine Antwort sucht. Spricht man eher von vertretbar, so ist die Frage schon etwas diffuser. Das Ganze ist nämlich ganz davon abhängig, welche Seite man fragt: Spieler oder Publisher?
Publisher, so sehr sie ihr Vorgehen auch mit der ausbleibenden Rentabilität begründen, sind immer dann sehr schwer zu verstehen, wenn  50 Euro und zuzügliche 12 Euro im Monat angeblich nicht mehr eine angemessene Summe für ein Game und etwas Support sowie etwas Serverkapazität sind. Immerhin ist der einzelne Gamer weder ein Stalker, der ständig vor den Türen des Publishers steht und alle 30 Minuten klingelt, weil er nicht mehr weiß, was er tun soll, und Hilfe braucht. Ebenso wenig frisst der Einzelne für 12€ im Monat die halbe Serverkapazität weg.  Wer kalkuliert das denn?

Man sieht also: Wenn man möchte, kann man den Betreibern gut und gerne etwas an den Kopf werfen. Aber so einfach geht das nicht, lieber Gamer, denn die obige These weist noch Lücken auf.
Mache dir klar: Du willst eine riesige Welt. Du willst gute Grafik. Du willst Unmengen von Features. Du willst neuen Content.  Ja, du weißt ganz genau, was du willst. Doch wer will, der will auch nachdenken können. Gerade, weil das Ganze so entwickelt werden muss, dass es über mehrere Monate oder Jahre den Spieler fesselt, vertragen sich geringe Entwicklungskosten mit hammer-super-geil-fetten Games nicht immer.

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